Österreich: Chronologie und Schlüsselereignisse
1. Jahrhundert v. Chr.
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Politik
Römische Eroberung der Ostalpen
Die Heere des Drusus und des Tiberius unterwarfen die Alpenvölker, während das keltische Königreich Noricum, ein Verbündeter Roms, ins Reich eingegliedert wurde. Das Lager Carnuntum an der Donau wurde später zu einem der großen Bollwerke der Grenze.
10. Jahrhundert
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Politik
Erste Erwähnung des Namens „Ostarrichi“
Eine Urkunde Kaiser Ottos III. erwähnte erstmals die Gegend, „die im Volksmund Ostarrichi genannt wird“, Ursprung des Namens Österreich. Das Gebiet war damals eine Mark des Reiches, die seit 976 die Babenberger innehatten.
12. Jahrhundert
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Politik
Österreich wird Herzogtum
Mit dem Privilegium minus erhob Kaiser Friedrich Barbarossa die Mark Österreich zum erblichen Herzogtum für Heinrich II. Jasomirgott, der Wien zu seiner Residenz machte.
13. Jahrhundert
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Krieg
Schlacht auf dem Marchfeld: Beginn der Habsburgerherrschaft
Rudolf I. von Habsburg besiegte König Ottokar II. von Böhmen auf dem Marchfeld nordöstlich von Wien; Ottokar fiel in der Schlacht. 1282 belehnte Rudolf seine Söhne mit Österreich: Die Habsburger herrschten dort bis 1918.
16. Jahrhundert
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Krieg
Erste Wiener Türkenbelagerung
Sultan Süleyman der Prächtige belagerte Wien, musste die Belagerung aber mit Einbruch des Winters abbrechen. Für mehr als anderthalb Jahrhunderte war die Stadt das Bollwerk des christlichen Europas gegen das Osmanische Reich.
17. Jahrhundert
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Krieg
Schlacht am Kahlenberg
Zum zweiten Mal vom osmanischen Heer Kara Mustafas belagert, wurde Wien von einem Entsatzheer unter dem polnischen König Johann III. Sobieski befreit. Der Sieg leitete die habsburgische Rückeroberung Ungarns ein.
18. Jahrhundert
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Politik
Regierungsantritt Maria Theresias
Nach dem Tod ihres Vaters Karl VI. erbte Maria Theresia die habsburgischen Länder. Sie musste ihr Erbe im Österreichischen Erbfolgekrieg verteidigen, verlor Schlesien an Preußen und modernisierte anschließend Verwaltung und Schulwesen grundlegend.
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Religion
Toleranzpatent Josephs II.
Der aufgeklärte Herrscher Joseph II. gewährte Lutheranern, Reformierten und Orthodoxen die Freiheit der privaten Religionsausübung. Seine oft von oben verordneten Reformen stießen in seinen Ländern auf starken Widerstand.
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Kultur
Tod Mozarts in Wien
Wolfgang Amadeus Mozart starb mit 35 Jahren in Wien, wenige Wochen nach der Uraufführung der Zauberflöte. Mit Haydn und später Beethoven, der sich 1792 in Wien niederließ, machte er die Habsburgerresidenz zum Zentrum der klassischen Musik.
19. Jahrhundert
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Politik
Proklamation des Kaisertums Österreich
Als Antwort auf Napoleon nahm Franz II. den Titel eines erblichen Kaisers von Österreich an und nannte sich Franz I. 1806 legte er die Krone des Heiligen Römischen Reiches nieder, das nach mehr als acht Jahrhunderten zu bestehen aufhörte.
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Politik
Wiener Kongress
Von September 1814 bis Juni 1815 ordneten Europas Monarchen und Diplomaten die Landkarte des Kontinents nach den Napoleonischen Kriegen neu. Der österreichische Außenminister Metternich, Gestalter des Kongresses, machte Wien zum Zentrum des europäischen Gleichgewichts.
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Politik
Revolution von 1848
In Wien brach ein Aufstand aus, der Metternich zum Rücktritt zwang. Die Bewegung wurde im Herbst niedergeschlagen, und der 18-jährige Franz Joseph bestieg im Dezember den Thron; er sollte 68 Jahre regieren.
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Politik
Österreichisch-Ungarischer Ausgleich
Geschwächt durch die Niederlage gegen Preußen bei Königgrätz 1866, schloss die Monarchie einen Ausgleich mit Ungarn: Das Reich wurde zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, in der Franz Joseph zugleich Kaiser von Österreich und König von Ungarn war.
20. Jahrhundert
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Krieg
Attentat von Sarajevo
Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand wurde in Sarajevo von dem bosnisch-serbischen Nationalisten Gavrilo Princip ermordet. Einen Monat später erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg und löste damit den Ersten Weltkrieg aus.
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Politik
Ende der Monarchie, Ausrufung der Republik
Nach der Niederlage und dem Zerfall Österreich-Ungarns verzichtete Kaiser Karl I. auf die Regierungsgeschäfte, und in Wien wurde die Republik Deutschösterreich ausgerufen. Der Vertrag von Saint-Germain (1919) machte das Land zu einem kleinen Alpenstaat und verbot den Anschluss an Deutschland.
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Politik
Bürgerkrieg und Ermordung von Dollfuß
Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, der seit 1933 ohne Parlament regierte, schlug im Februar einen sozialdemokratischen Aufstand nieder und errichtete ein autoritäres Regime. Am 25. Juli wurde er bei einem Putschversuch österreichischer Nationalsozialisten ermordet.
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Politik
Anschluss Österreichs
Deutsche Truppen marschierten in Österreich ein, das am folgenden Tag an Hitlers Reich angeschlossen wurde; Hitler selbst stammte aus Österreich. Im Krieg wurden rund 65.000 österreichische Juden ermordet; die Mitverantwortung vieler Österreicher an den NS-Verbrechen wurde erst 1991 offiziell anerkannt.
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Politik
Gründung der Zweiten Republik
Nach der Einnahme Wiens durch die Rote Armee proklamierte eine provisorische Regierung unter Karl Renner die Wiederherstellung eines unabhängigen Österreich. Das Land blieb jedoch zehn Jahre lang von den vier alliierten Mächten besetzt.
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Politik
Staatsvertrag und Neutralität
Der im Schloss Belvedere unterzeichnete Staatsvertrag gab Österreich seine volle Souveränität zurück und führte zum Abzug der Besatzungstruppen. Am 26. Oktober beschloss der Nationalrat die immerwährende Neutralität des Landes; der Tag ist heute Nationalfeiertag.
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Politik
Beitritt zur Europäischen Union
Nachdem im Juni 1994 66,6 % der Wähler in einer Volksabstimmung zugestimmt hatten, trat Österreich gemeinsam mit Schweden und Finnland der Europäischen Union bei.
Weitere Länderchronologien
Belgien57 v. Chr. – 2016
Deutschland9–1991
Frankreich52 v. Chr. – 2024
Griechenland3000 v. Chr. – 2004
Irland432–2015
Italien753 v. Chr. – 2002
Niederlande69–2001
Polen966–2004
Portugal218 v. Chr. – 1986
Russland862–2022
Schweden793–2003
Schweiz58 v. Chr. – 2002
Spanien218 v. Chr. – 1992
Vereinigtes Königreich43–2016