Napoleon Bonaparte
Schlüsselfakten
- Coup d'État du 18 Brumaire (9 novembre 1799) : prise du pouvoir après les victoires en Italie
- Sacré Empereur des Français le 2 décembre 1804 à Notre-Dame de Paris en présence du pape Pie VII
- Code civil adopté en 1804 : unifie le droit français, inspire 40+ législations nationales encore aujourd'hui
- Victoire d'Austerlitz (2 décembre 1805) : défaite de la 3e coalition austro-russe en moins de 9 heures
- Désastre de la campagne de Russie (1812) : plus de 400 000 hommes perdus
- Défaite de Waterloo le 18 juin 1815 : fin des Cent-Jours, exil définitif à Sainte-Hélène
- Mort le 5 mai 1821 à Sainte-Hélène ; cendres aux Invalides depuis 1840
Biografie
Napoleon Bonaparte wurde am 15. August 1769 in Ajaccio auf Korsika geboren, einer Insel, die erst ein Jahr zuvor französisch geworden war. Als bescheidener Artillerieoffizier begann er seine Laufbahn und setzte sich als außerordentliches militärisches Genie durch, das die Ränge der Revolutionsarmee mit atemberaubender Geschwindigkeit aufstieg. In weniger als einem Jahrzehnt verwandelte dieser Mann von grenzenlosem Charisma und Ehrgeiz Frankreich und zeichnete die Karte Europas neu.
An der Militärschule in Paris ausgebildet, zeichnete sich Napoleon bereits bei der Belagerung von Toulon 1793 aus, dann während der Italienfeldzüge (1796-1797), bei denen er den österreichischen Armeen vernichtende Niederlagen beibrachte. Nach Frankreich zurückgekehrt, wo eine politische Krise herrschte, ergriff er beim Staatsstreich des 18. Brumaire (9. November 1799) die Macht und wurde Erster Konsul, dann Konsul auf Lebenszeit, bevor er am 2. Dezember 1804 in Anwesenheit von Papst Pius VII. in Notre-Dame de Paris zum Kaiser der Franzosen gekrönt wurde.
Auf dem Höhepunkt seiner Macht kontrollierte Napoleon direkt oder indirekt den größten Teil des europäischen Kontinents. Sein militärisches Genie zeigte sich bei Austerlitz (1805), Jena (1806) und Wagram (1809). Doch sein Erbe beschränkt sich nicht auf Schlachten: Er stattete Frankreich mit dauerhaften Institutionen aus. Der Code civil (1804) vereinheitlichte das französische Recht und inspiriert bis heute die Gesetzgebung von Dutzenden von Ländern. Er gründete die Banque de France, reformierte das Bildungswesen mit Gymnasien und Grandes Écoles und schuf die Ehrenlegion.
Der Wendepunkt kam mit dem katastrophalen Russlandfeldzug (1812), bei dem die Große Armee mehr als 400.000 Mann verlor. Niederlagen folgten bei Leipzig (1813) und dann auf französischem Boden. Im April 1814 zur ersten Abdankung gezwungen, wurde er auf die Insel Elba verbannt. Seine triumphale Rückkehr, die Hundert Tage, endete mit der Niederlage bei Waterloo am 18. Juni 1815. Diesmal wurde er auf die abgelegene Insel Sankt Helena verbannt, wo er am 5. Mai 1821 im Alter von 51 Jahren starb.
Die napoleonische Legende entstand bereits während seines Exils, genährt von den auf Sankt Helena diktierten Memoiren. Seine sterblichen Überreste wurden 1840 nach Frankreich zurückgebracht und im Pariser Invalidendom beigesetzt. Sein Einfluss ist immens: Der Code civil regelt noch heute das Rechtsleben von mehr als 40 Ländern, und die Karte des modernen Europas trägt seine Spuren. Gleichermaßen bewundert und umstritten, bleibt Napoleon eine der meistuntersuchten Persönlichkeiten der Geschichte.