Zinedine Zidane

1972 Football 1989-2006

Wichtigste Titel

  • Weltmeisterschaft 1998 mit Frankreich
  • EM 2000 mit Frankreich
  • Champions League 2002 (Real Madrid)
  • Ballon d'Or 1998
  • FIFA-Weltfußballer des Jahres 1998, 2000, 2003
  • Serie A x2 (Juventus 1997, 1998)
  • La Liga x2 (Real Madrid 2001, 2003)

Schlüsselfakten

  • Erzielte zwei Kopfballtore im WM-Finale 1998 gegen Brasilien (3:0) und krönte Frankreich auf heimischem Boden zum Weltmeister
  • Gewann 1998 den Ballon d'Or und dreimal die FIFA World Player of the Year-Auszeichnung (1998, 2000, 2003)
  • Wechselte 2001 für einen damaligen Weltrekordtransfer von 77,5 Millionen Euro zu Real Madrid
  • Erzielte 2002 im Champions-League-Finale gegen Leverkusen einen der schönsten Volleys der Fußballgeschichte
  • Wurde im WM-Finale 2006 gegen Italien nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi vom Platz gestellt
  • Wurde 2016 Real-Madrid-Trainer und gewann drei aufeinanderfolgende Champions-League-Titel (2016, 2017, 2018)
  • Erster Trainer der Geschichte, der in der modernen Ära dreimal hintereinander die Champions League gewann

Biografie

Zinedine Zidane wurde am 23. Juni 1972 im Marseiller Viertel La Castellane als Sohn algerischer Einwanderer aus der Kabylie geboren. Aufgewachsen mit Straßenfußball in den Arbeitervierteln der Phokäerstadt, entwickelte er eine Technik und Körperkoordination, die ihn von früh an aus der Masse heraushoben. 1987 wurde er in die Akademie des AS Cannes aufgenommen, wo er 1989 sein Profidebüt gab.

Nach seiner Entwicklung bei den Girondins de Bordeaux, mit denen er 1996 das UEFA-Cup-Finale erreichte, wechselte Zidane für rund 3,5 Millionen Euro zu Juventus Turin. In Italien reifte er zum anerkannt besten offensiven Mittelfeldspieler der Welt: zwei Meistertitel in der Serie A, zwei Champions-League-Finaleinzüge und ein weltweites Ansehen, das seinesgleichen suchte.

Der absolute Höhepunkt seiner Spielerkarriere kam im Sommer 1998: Bei der Weltmeisterschaft auf eigenem Boden köpfte er im Finale gegen Brasilien zwei Tore zum 3:0-Sieg ein und bescherte Frankreich seinen ersten Weltmeistertitel. Im selben Jahr gewann er den Ballon d'Or und die FIFA-Weltfußballerwahl. Zwei Jahre später folgte der Europameistertitel. 2001 verpflichtete Real Madrid ihn für den damaligen Weltrekord von 77,5 Millionen Euro. Mit den Galácticos schuf er einen der schönsten Momente der Fußballgeschichte: eine Direktabnahme mit dem linken Fuß im Champions-League-Finale 2002 gegen Bayer Leverkusen in Hampden Park, die als eines der spektakulärsten Tore aller Zeiten gilt.

Das WM-Finale 2006 in Berlin fasste beide Seiten seines Wesens zusammen. Aus dem Ruhestand zurückgekehrt für ein letztes Turnier, begeisterte Zidane die Welt und führte Frankreich bis ins Finale gegen Italien. Doch in der Verlängerung, von Marco Materazzi provoziert, antwortete er mit einem Kopfstoß gegen die Brust des Italieners und wurde vom Platz gestellt. Frankreich verlor im Elfmeterschießen. Dieses Bild — tragisch und zutiefst menschlich zugleich — beendete seine Spielerkarriere.

Als Trainer schrieb Zidane ein ebenso außergewöhnliches Kapitel. Im Januar 2016 zum Real-Madrid-Chefcoach ernannt, gelang ihm das Unmögliche: drei aufeinanderfolgende Champions-League-Titel (2016, 2017, 2018), eine Leistung, die in der modernen Ära niemand zuvor vollbracht hatte. Seine Ruhe, sein taktisches Gespür und sein Geschick im Umgang mit Staregos bestätigten: Sein Genie war nicht auf das Spielfeld beschränkt.

Karriere

Disziplin
Football
Klub / Team
AS Cannes, Girondins de Bordeaux, Juventus FC, Real Madrid
Karriere
1989-2006