Michael Jordan

1963 Basketball 1984-2003

Wichtigste Titel

  • 6 NBA-Meisterschaften (1991, 1992, 1993, 1996, 1997, 1998)
  • 6-mal MVP der NBA-Finals
  • 5-mal MVP der regulären Saison (1988, 1991, 1992, 1996, 1998)
  • Olympisches Gold 1984 (Los Angeles) und 1992 (Barcelona, Dream Team)
  • NBA Rookie des Jahres 1985
  • 10-mal bester NBA-Punktesammler
  • 14 NBA-All-Star-Game-Nominierungen

Schlüsselfakten

  • Aus dem Varsity-Team seines Gymnasiums aussortiert, weil er 'zu klein' war, wurde er zum größten Basketballspieler aller Zeiten
  • Traf 1982 den entscheidenden Korb im NCAA-Finale mit der University of North Carolina
  • 1985 als NBA Rookie des Jahres ausgezeichnet, mit einem Punkteschnitt von 28,2 pro Spiel
  • Gewann 6 NBA-Titel mit den Chicago Bulls (1991-93 und 1996-98), alle Finals in 6 Spielen
  • Mitglied des Dream Teams bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, zweite Olympia-Goldmedaille (nach Los Angeles 1984)
  • Gründete 1985 gemeinsam mit Nike die Marke Air Jordan, die mehrere Milliarden Dollar Jahresumsatz generiert
  • Sein spielentscheidender Wurf in Spiel 6 der Finals 1998 gegen Utah gehört zu den ikonischsten Bildern der Sportgeschichte

Biografie

Michael Jordan wurde am 17. Februar 1963 in Brooklyn (New York) geboren und wuchs in Wilmington (North Carolina) auf. Als Sohn von James Jordan, einem Elektrotechniker, und Deloris, einer Bankmanagerin, wurde er von einem familiären Zusammenhalt geprägt, der seinen Kampfgeist formen sollte. Bezeichnend für seine spätere Laufbahn war ein berühmtes Paradox: In der zehnten Klasse wurde er nicht in das Varsity-Team seines Gymnasiums aufgenommen — zu klein, urteilten die Trainer. Jordan reagierte mit verdoppeltem Trainingseifer, wuchs mehrere Zentimeter und erhielt schließlich einen Platz an der University of North Carolina.

In Chapel Hill profilierte er sich rasch als eines der aufregendsten Talente im College-Basketball. 1982 versenkte er den entscheidenden Korb im NCAA-Meisterschaftsfinale gegen Georgetown und bescherte den Tar Heels den Titel. 1984 wurde er von den Chicago Bulls an dritter Stelle im Draft ausgewählt. Schon in seiner ersten Saison war er nicht zu bremsen: Rookie des Jahres, Einladung zum All-Star-Game und ein Schnitt von 28,2 Punkten pro Spiel. Die Bulls, zuvor ein Mittelmaß der Liga, wurden über Nacht zu einer Attraktion.

Zwischen 1984 und 1990 festigte Jordan seinen Status als bester Scorer der Liga, gewann den Titel des besten Korbschützen insgesamt zehnmal in seiner Karriere. Doch erst ab 1991 entfaltete seine Karriere ihre definitive Dimension. Umgeben von Scottie Pippen und geleitet von Phil Jacksons Triangle Offense, strichen die Bulls drei aufeinanderfolgende Meisterschaften ein (1991, 1992, 1993). Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona war Jordan der unbestrittene Star des Dream Teams, das von vielen als die beste Mannschaft aller Zeiten in einer Mannschaftssportart gilt. Im Oktober 1993, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, gab er seinen ersten Rücktritt bekannt und wandte sich dem Baseball zu, als Hommage an seinen im selben Jahr ermordeten Vater.

Seine Rückkehr in die NBA 1995 leitete eine zweite Dynastie ein. Die Bulls der Saison 1995/96 gewannen 72 Spiele in der regulären Saison (damals Rekord), und Jordan holte seinen vierten MVP-Titel. Ein zweites Three-Peat (1996, 1997, 1998) folgte. Der "Last Dance" von 1998 endete mit einem unvergesslichen Bild: sein entscheidender Wurf gegen die Utah Jazz in Spiel 6 der Finals, der den sechsten und letzten Meistertitel der Bulls besiegelte. Ein zweiter Rücktritt schloss sich an, bevor ein ruhigeres Finale bei den Washington Wizards (2001-2003) seine Karriere abrundete.

Jordans Erbe reicht weit über den Basketball hinaus. Die 1985 mit Nike lancierte Air-Jordan-Linie revolutionierte die Sportschuhbranche und erwirtschaftet bis heute Milliardenumsätze jährlich. Das Jumpman-Logo ist eines der bekanntesten Sportlogos der Welt. Jordan hat neu definiert, was sportliche Exzellenz bedeutet — mentale Stärke, unerbittlicher Wille und die Weigerung, den zweiten Platz zu akzeptieren — und ist damit zu einer Weltkulturikone geworden, die weit über den Sport hinausstrahlt.

Karriere

Disziplin
Basketball
Klub / Team
Chicago Bulls, Washington Wizards
Karriere
1984-2003