Bernard Hinault

Frankreich 1954 Cyclisme 1975-1986

Statistiken begrenzt auf die in unserer Datenbank erfassten Wettbewerbe.

26 Siege (Gesamtwertung oder Eintagesrennen)
34 Podien
28 Tour-de-France-Etappen

Palmares

Jahr Wettkampf Klassement Platz
1986 Tour de France Bester Kletterer 1er
Tour de France Gesamtwertung 2e
1985 Tour d'Italie 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
1984 4 jours de Dunkerque 1er
Tour de Lombardie 1er
Tour de France Gesamtwertung 2e
Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2e
Paris-Nice 3e
1983 Flèche wallonne 1er
Tour d'Espagne 1er
1982 Tour d'Italie 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
1981 Paris-Roubaix 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
Amstel Gold Race 1er
Tour Auvergne-Rhône-Alpes 1er
1980 Tour d'Italie 1er
Tour de Romandie 1er
Liège-Bastogne-Liège 1er
Flèche wallonne 3e
1979 Flèche wallonne 1er
Tour de France Bester Sprinter 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
Tour Auvergne-Rhône-Alpes 1er
Tour de Lombardie 1er
Liège-Bastogne-Liège 2e
1978 Tour d'Espagne 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
Paris-Nice 2e
Tour de Lombardie 3e
1977 Gand-Wevelgem 1er
Tour Auvergne-Rhône-Alpes 1er
Liège-Bastogne-Liège 1er
1976 Circuit de la Sarthe 1er
1975 Circuit de la Sarthe 1er

Tour de France: Einzelheiten nach Ausgabe

1986 Gesamtwertung : 2e 3 gewonnene Etappen
1985 Gesamtwertung : 1er 2 gewonnene Etappen
1984 Gesamtwertung : 2e 1 gewonnene Etappe
1982 Gesamtwertung : 1er 4 gewonnene Etappen
1981 Gesamtwertung : 1er 5 gewonnene Etappen
1980 3 gewonnene Etappen
1979 Gesamtwertung : 1er 7 gewonnene Etappen
1978 Gesamtwertung : 1er 3 gewonnene Etappen

Schlüsselfakten

  • Remporte le Tour de France pour la 1ère fois en 1978 à 23 ans, dans sa 1ère participation
  • Seul coureur à avoir remporté les 3 grands tours et le Championnat du Monde sur route (1980)
  • Gagne Paris-Roubaix 1981 sous une pluie battante, sur les pavés les plus difficiles
  • Accumule 5 Tours de France, 3 Giros et 2 Vueltas entre 1978 et 1985
  • Se bat au coude à coude avec LeMond sur le Tour 1986 avant de céder la victoire
  • Prend sa retraite en 1986 à 32 ans, au sommet de sa forme, fidèle à sa parole
  • Son surnom le Blaireau symbolise la ténacité et le caractère indomptable du champion breton

Biografie

Bernard Hinault wurde am 14. November 1954 in Yffiniac in der Bretagne geboren und wuchs in einer einfachen Familie auf, in der Arbeitsethos und Charakterstärke von klein auf geprägt wurden. Nichts in seiner Herkunft ließ erahnen, dass dieser Bretone zu einem der größten Radsportler der Geschichte werden würde — außer einem eisernen Willen, der ihn von Beginn an auszeichnete. Er entdeckte das Radfahren aus Leidenschaft, setzte sich schnell im Amateurbereich durch und wurde 1975 mit 20 Jahren bei Gitane Profi. Mit außergewöhnlicher Physis, taktischem Scharfsinn und kämpferischem Charakter hinterließ er sofort seinen Eindruck.

Sein Aufstieg war steil und entschlossen. 1977, mit gerade 22 Jahren, gewann er Lüttich-Bastogne-Lüttich, eines der ältesten und renommiertesten Eintagesrennen der Welt. Im folgenden Jahr, 1978, triumphierte er erstmals bei der Tour de France — mit 23 Jahren — und gewann in derselben Saison auch die Vuelta a España. Sein Rennstil war sofort erkennbar: frontaler Angriff, kein Verhandeln mit dem Schmerz und natürliche Autorität über das Peloton. Der Spitzname "le Blaireau" (der Dachs), den er sich schnell verdiente, fasste seine Hartnäckigkeit und seinen Kampfinstinkt treffend zusammen.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere dominierte Hinault den Radsport wie kaum ein Champion vor ihm. Er gewann fünf Tour-de-France-Titel (1978, 1979, 1981, 1982, 1985), drei Giri d'Italia (1980, 1982, 1985), zwei Vueltas (1978, 1983) und die Straßen-Weltmeisterschaft 1980 in Sallanches. Er gehört zu den ganz wenigen Fahrern, die alle drei großen Rundfahrten und die Weltmeisterschaft gewonnen haben. Sein Sieg bei Paris-Roubaix 1981, bei strömendem Regen und auf brutalen Kopfsteinpflasterstrecken, bleibt eine der ikonischsten Leistungen seiner Karriere. 1985 unterstützte er seinen jungen amerikanischen Teamkollegen Greg LeMond dabei, den zweiten Platz bei der Tour zu sichern — und bewies damit, dass hinter dem Krieger ein Mann von Wort steckte.

Die Rivalität zwischen Hinault und LeMond nahm 1986 eine dramatische Wendung: Die beiden Männer, die sich gegenseitig hätten helfen sollen, lieferten sich beim Tour de France ein erbittertes Duell. LeMond siegte schließlich, und Hinault trat, seinem Wort getreu, am Ende der Saison mit gerade 32 Jahren und in bester körperlicher Verfassung zurück. Diese Entscheidung — im Spitzensport selten — zeugte von absoluter Selbstbeherrschung.

Bernard Hinaults Vermächtnis ist gewaltig. Mit fünf Tour-de-France-Siegen steht er neben Jacques Anquetil, Eddy Merckx und Miguel Indurain als einer der größten Sieger des Rennens. Als überragende Gestalt des französischen Radsports verkörpert er den vollständigen Fahrer: siegreich in den Bergen, im Zeitfahren und bei den Pflasterklassikern. Sein außergewöhnliches Palmares und sein unzähmbarer Charakter machen ihn zu einer absoluten Legende des Weltradsports.