Nelson Mandela

1918 – 2013 Politik Neuzeit

Schlüsselfakten

  • Fils de la famille royale Thembu ; avocat et cofondateur de la Ligue des jeunes de l'ANC en 1944
  • Condamné à la prison à vie en 1964 lors du procès de Rivonia (discours «Je suis prêt à mourir»)
  • Emprisonné 27 ans à Robben Island (1964-1990) ; symbole mondial de la lutte contre l'apartheid
  • Libéré le 11 février 1990 par le président F.W. de Klerk
  • Prix Nobel de la Paix en 1993 (partagé avec F.W. de Klerk)
  • Premier président noir d'Afrique du Sud élu en avril 1994 avec 62 % des voix
  • Préside la Commission Vérité et Réconciliation ; décède le 5 décembre 2013 à 95 ans

Biografie

Nelson Rolihlahla Mandela wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo, einem kleinen Dorf im Transkei in Südafrika, in die königliche Familie des Thembu-Stammes geboren. Seinen englischen Namen Nelson erhielt er von einer Grundschullehrerin. Er wuchs in einem Land auf, in dem das System der Rassentrennung jeden Aspekt des täglichen Lebens der Schwarzen beherrschte. Als Jurastudent an der Universität Witwatersrand in Johannesburg trat er 1944 dem ANC (African National Congress) bei und gründete gemeinsam mit anderen dessen Jugendliga, der er eine entschieden militante Ausrichtung gab.

Als Anwalt stand Mandela im Mittelpunkt des Widerstands gegen die 1948 offiziell eingeführte Apartheid. 1952 gründete er die erste schwarze Anwaltskanzlei Südafrikas mit. 1961, überzeugt dass friedlicher Widerstand allein das Regime nicht besiegen könne, gründete er Umkhonto we Sizwe («Speer der Nation»), den bewaffneten Arm des ANC, und organisierte Sabotageakte gegen wirtschaftliche Infrastrukturen statt gegen Personen. 1964, nach einem aufsehenerregenden Prozess — dem Rivonia-Prozess — hielt er eine historische Rede («Ich bin bereit, für dieses Ideal zu sterben») und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nelson Mandela verbrachte siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis, achtzehn davon auf Robben Island, einer windgepeitschten Gefängnisinsel vor dem Kap. Die Bedingungen waren hart: Zwangsarbeit in Kalksteinbrüchen, eine 2 m² große Zelle, streng begrenzte Korrespondenz und Besuche. Doch weit davon entfernt, gebrochen zu werden, wurde er zum weltweiten Symbol des Kampfes gegen die Apartheid. Die internationale Gemeinschaft mobilisierte sich; Wirtschaftssanktionen wurden gegen Südafrika verhängt. Im Februar 1990 kündigte Präsident Frederik Willem de Klerk Mandelas Freilassung und die Legalisierung des ANC an.

Nach seiner Freilassung am 11. Februar 1990 nahm Mandela seinen diplomatischen Kampf wieder auf und verhandelte mit de Klerk den Übergang zur Demokratie. 1993 erhielten beide den Friedensnobelpreis für ihre gemeinsamen Bemühungen. Am 27. April 1994, bei den ersten multiethnischen Wahlen in der Geschichte Südafrikas, wurde Mandela mit 62 % der Stimmen zum Präsidenten gewählt. Er leitete die Einrichtung der Wahrheits- und Versöhnungskommission unter dem Vorsitz von Erzbischof Desmond Tutu und wählte die nationale Versöhnung statt der Rache.

Nelson Mandela trat 1999 nach nur einer Amtszeit von der Präsidentschaft zurück, treu seinem Versprechen, die Demokratie zu stärken. Danach widmete er sich zahlreichen humanitären Anliegen, darunter dem Kampf gegen HIV/AIDS, eine Tragödie, die auch seine eigene Familie getroffen hatte. Er starb am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren in Johannesburg und wurde von der ganzen Welt betrauert. Sein Weg vom politischen Gefangenen zum Vater der Regenbogennation bleibt eine der außergewöhnlichsten menschlichen Geschichten des 20. Jahrhunderts.