Johanna von Orléans
Schlüsselfakten
- Reçoit ses premières visions à 13 ans à Domrémy et se croit investie d'une mission divine
- Lève le siège d'Orléans en mai 1429, victoire décisive qui lui vaut le titre de Pucelle d'Orléans
- Fait sacrer Charles VII à Reims le 17 juillet 1429, restaurant la légitimité royale
- Capturée par les Bourguignons à Compiègne en mai 1430, vendue aux Anglais
- Condamnée pour hérésie et brûlée vive à Rouen le 30 mai 1431, à moins de 19 ans
- Réhabilitée par procès en révision en 1456, canonisée en 1920 par le pape Benoît XV
Biografie
Johanna von Orléans wurde um 1412 in Domrémy, einem kleinen Dorf in Lothringen, als Kind einer bescheidenen Bauernfamilie geboren. Schon mit dreizehn Jahren berichtete sie, Stimmen von Heiligen zu hören — darunter den Erzengel Michael, die heilige Katharina und die heilige Margareta — die ihr eine göttliche Mission anvertrauten: die Engländer aus Frankreich zu vertreiben und den Dauphin Karl in Reims zum König zu krönen. Vor dem Hintergrund des Hundertjährigen Krieges, der Frankreich verwüstete und das Königreich zerriss, vollbrachte dieses junge Bauernmädchen ohne militärische Ausbildung eine der erstaunlichsten Leistungen der mittelalterlichen Geschichte.
Im Jahr 1429 überzeugte sie den Hauptmann Robert de Baudricourt, sie zum Dauphin nach Chinon zu bringen, und erhielt das Kommando über ein Heer. Innerhalb weniger Wochen hob sie im Mai 1429 die Belagerung von Orléans auf — einer strategisch wichtigen Stadt, die seit Monaten von den Engländern gehalten wurde. Dieser überwältigende Sieg brachte ihr den Beinamen «Jungfrau von Orléans» ein. In den folgenden Monaten gewann sie mehrere entscheidende Schlachten entlang der Loire und eröffnete den Weg nach Reims.
Am 17. Juli 1429 wurde Karl VII. in der Kathedrale von Reims zum König von Frankreich gekrönt — so wie Johanna es prophezeit hatte. Dies war der Höhepunkt ihrer Mission: Die Legitimität des Herrschers wurde in den Augen des Königreichs und Europas wiederhergestellt. Johanna versuchte anschließend, Paris zurückzuerobern, doch der Angriff scheiterte, und die Berater des Königs drängten sie mehr und mehr aus den militärischen Entscheidungen heraus.
Im Mai 1430 wurde Johanna bei einem Ausfall vor Compiègne von burgundischen Soldaten, die mit den Engländern verbündet waren, gefangen genommen. Für zehntausend Livres an die Engländer verkauft, wurde sie in einem kirchlichen Prozess in Rouen vor dem Bischof Pierre Cauchon angeklagt. Wegen Ketzerei und Hexerei verurteilt — unter anderem, weil sie Männerkleidung getragen hatte — wurde sie am 30. Mai 1431 auf dem Alten Markt von Rouen lebendig verbrannt. Sie war noch keine zwanzig Jahre alt.
Ihre Erinnerung erlosch nicht mit den Flammen. 1456 hob ein Revisionsprozess das Urteil von 1431 auf und rehabilitierte sie feierlich. 1909 seliggesprochen, wurde sie am 16. Mai 1920 von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen und zur Nebenpatronin Frankreichs erklärt. Johanna von Orléans gilt heute als eine der berühmtesten Persönlichkeiten der Weltgeschichte und als universelles Symbol für Mut, Glauben und Widerstand gegen Unterdrückung.